a portal to media literacy
Nun hatte ich endlich Zeit den Vortrag von Michael Welsch, der mit seinem youtube Video: Web 2.0, the machine is us(ing us) für Aufsehen gesorgt hatte, in Ruhe anzuhören.
Das Video beginnt mit einigen ernüchternde Wahrheiten. Über die Hälfte der Studierenden möchten nicht zur Schule gehen, und SchülerInnen sitzen dort, weil sie eben müssen, aber sie befassen sich nicht mit dem vorgetragenen Lehrstoff. Schonungslos zeigt er, was wir gerne negieren: SchülerInnen surfen und chatten im Unterricht mit Laptop oder Mobile. Die Schlüsselaussage für mich ist - neben vielen anderen guten Aussagen: Studierende integrieren neuen Medien wie selbstverständlich in den Alltag, aber nicht wirklich zum persönlichen Nutzen, Weiterbildung oder Lernen.
Jenkins spricht in diesem Kontext vom „Participation Gap“. Die heutige Generation wächst zwar in medialen Welten auf, aber dies impliziert nicht, dass diese Generation aktiv an diesen Welten teilnehmen kann bzw. einen persönlichen Nutzen daraus zieht.
Trotz oder auch wegen des zunehmenden Medienkonsums in allen Lebensbereichen werden unabhängig vom Alter Medien vorwiegend passiv konsumiert, das Potenzial hinsichtlich persönlicher Entwicklung und Weiterbildung wird nicht erkannt.
It’s a download world, it`s not an upload world.